Designer für TUECHTIG: Rahel Velia Jacob ­ „ Sharing Station“


TUECHTIG ist Raum für Inklusion: Herzstück des Projekts ist der gleichnamige Coworkingspace, der für Menschen verschiedenster Ausgangslagen gleichermaßen zugänglich sein wird. Unser Ziel: Raum, Möbel und Technik sollen sich ihren Nutzern möglichst individuell anpassen - und nicht umgekehrt. Um das zu erreichen, gibt es seit April eine Kooperation mit dem Verein be able und dem greenlab der Kunsthochschule Berlin Weißensee. Seit April haben Studierende aus den Bereichen Produkt- und Textildesign über Antworten nachgedacht, Ideen entwickelt und Prototypen gebaut, damit am Ende alle besser arbeiten können.

„Coworking heißt immer auch, dass alle etwas miteinander teilen. Dem möchte ich mit meinem Design­-Ansatz gerecht werden“, sagt Rahel Velia Jacob über ihren Entwurf „Sharing Station“.

Hinter dem Begriff verbergen sich mehrere, verschieden große Hängeboxen aus dunkelbraunem Holz, die mittels Metallschienen in mehreren Höhen an Wänden oder geraden Säulen eingehängt werden können. In Rahels Entwurf hängen die Boxen natürlich nicht einfach am Mauerwerk, sondern an einer ebenfalls dunkelbraunen, zirka 2 Quadratmeter großen Holzfläche, die gestalterisch ins Auge fällt. Alle Boxen sind verschieden groß, so dass von Bleistiften, über Papier, Zeitungen und Bücher bis hin zum Laptop alles Mögliche hineinpasst.

Alle Boxen sind in verschiedenen Höhen aufhängbar: Dadurch sollen nicht nur große, sondern auch kleinere Menschen das System gut benutzen können ­ Materialien in den Boxen parken oder hier im Coworkingspace zum Tauschen anbieten. Ein Vorbild für Rahels Sharing Station sind sogenannte Giveboxen, kleine Holzkabinen, die auch in manchen Berliner Straßen stehen. Hier kann jeder seine noch brauchbaren, aussortierten Dinge ablegen. Und Andere können sie dann mitnehmen. Wie diese Boxen könnte auch die Sharing Station im TUECHTIG helfen, den hier Arbeitenden das Gefühl zu geben, dass im TUECHTIG eine Gemeinschaft am Werk ist, die sich gegenseitig unterstützt.